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Unser Verein

Etwas über unsere Bühne...

Eigentlich fand die Gründungsversammlung der "Lesumer Speeldeel" bereits 1934 statt, aber der offizielle Eintrag ins Vereinsregister erfolgte erst drei Jahre später, am 13.02.1937, auf Anregung des Plattdütschen Kring. Auf Wunsch der Gründungsmitglieder übernahm Anton Gerdes den Vorsitz der neuen Lesumer Laienspielgruppe und behielt ihn für die nächsten 27 Jahre. Im Nachkriegsdeutschland wurde die Theatergruppe 1945 wegen ihrer Zugehörigkeit zur Freizeitorganisation "Kraft durch Freude" zunächst vorübergehend verboten, aber mit Zustimmung der amerikanischen Militärregierung bereits 1946 wieder zugelassen. Als Folge des Entnazifizierungsprogrammes mußten alle Schauspieler , die älter als 18 Jahre waren, ihre Lebensläufe darlegen. Erst danach erhielten sie die begehrten Nachtausweise, die zur Durchführung von abendlichen Aufführungen wegen der Ausgangssperre seinerzeit erforderlich waren. 1946 begann Herbert Kück † seine Theaterlaufbahn und mit "Grode Kinder" setzte er den Grundstein zu seiner 55 jährigen Amateurtheaterkarriere. Im Oktober 1998 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenzeit verliehen.

Ein weiterer Garant für den kontinuierlichen Erfolg der Gruppe kam 1948 zur Speeldeel. Helmut Wöhltjen †, der im Jahre 1963 schließlich Anton Gerdes als Vorsitzenden ablöste, bestimmte anschließend über drei Jahrzehnte das Geschehen vor und hinter den Kulissen und hat sich während dieser Zeit um das Wohl der Bühne verdient gemacht.

Die Niederdeutsche Bühne Bremen-Lesum hat eine Reihe von vielseitig einsetzbaren Akteuren in ganz unterschiedlicher Altersstruktur. Sie alle sind verbunden durch die gemeinsame Liebe zum Theaterspiel. Sie setzen sich ein für die Verbreitung und Erhaltung der plattdeutschen Sprache und damit für die Pflege Niederdeutscher Tradition.

Die Lesumer Speeldeel ist seit ihrer Gründung als eingetragener Verein selbständig und finanziert sich ausschließlich aus den Spieleinnahmen. Über den Bremer Landesverband ist die Bühne dem Bundesverband der Amateurtheater angeschlossen und veranstaltet ihre Aufführungen auf wechselnden Bühnen im Bremer Raum sowie im niedersächsischen Umland. Im Laufe unseres nunmehr fast 70-jährigen Bestehens hatten wir insgesamt weit über 1000 Aufführungen. Eine solche intensive Spielarbeit ist nur möglich, wenn die Aufführungen in Thema und Qualität überzeugen. Von höchster Senatsseite ist uns versichert und bestätigt worden, daß wir einen erheblichen Beitrag zur bremischen Stadtkultur leisten.

Der Traum aller Aktiven wäre ein "festes Haus", wo sowohl die Proben als auch einige Aufführungen stattfinden könnten. Aber geeignete Räumlichkeiten, die auch finanziell interessant sind, konnten bisher nicht ausfindig gemacht werden.

Die Speeldeel wird ihr bisheriges Engagement nur in gewohnter Form fortsetzen können, wenn sich Leute finden, die bereit sind, mitzumachen. Insbesondere der Bühnenbau und die Ausstattung erfordert weitere kreative Menschen, die auch bereit sind Zeit zu investieren, die für Licht oder Ton, Requisiten oder Kostüme, Kasse oder Programme zuständig sein möchten. Auch auf der Bühne können wir Unterstützung gebrauchen, melden Sie sich – machen Sie mit !

Brigitte Aschemann